Über die Südstadt

Neustadt-Süd

Der Stadtteil Neustadt Süd liegt in der Mitte der Stadt Köln westlich und südwestlich der Altstadt. Zur Altstadt hin bilden die Ringe die Grenze, zu den äußeren Stadtteilen der Innere Grüngürtel, beziehungsweise die Eisenbahnstrecke vom Südbahnhof zur Südbrücke.

    * Fläche: 2,8 km²
    * Einwohner: 37.719 (31. Dez. 2008)
    * Bevölkerungsdichte: 13.328 Einwohner/km²
    * Postleitzahlen: 50667, 50674, 50677, 50678

Geschichte

Entstanden ist die Neustadt nach den Plänen von Josef Stübben. Nach dem Abriss der mittelalterlichen Stadtmauer ab 1880 wurde wenige Meter vor dem Verlauf der Mauer ein Prachtboulevard gebaut, der die ganze Altstadt halbkreisförmig umschloss. Dieser Boulevard wird „Ringe“ genannt, wobei der Plural darin begründet ist, dass die Straße Barbarossaplatz jeweils nach wenigen hundert Metern ihren Namen ändert, diese Namen aber alle auf -ring enden (Ubierring, Karolingerring, Sachsenring, Salierring usw.).

An den Kreuzungen mit den Ausfallstraßen, die zum Teil römischen Ursprungs sind, wurden repräsentative Plätze angelegt. Im Bereich der Neustadt-Süd sind dies (von Süden ausgehend) der Chlodwigplatz an der Bonner Straße, der Barbarossaplatz an der Luxemburger Straße, der Zülpicher Platz an gleichnamiger Straße und der Rudolfplatz an der Aachener Straße.

Nach außen begrenzte der innere Festungsgürtel die Stadterweiterung. Auf die Innenseite dieses Festungsgürtels wurde die Eisenbahn verlegt. Bereits vor
dem Ersten Weltkrieg wurde die neue innere Stadtumwallung aufgegeben, schließlich die Festung Köln in Folge des Kriegs geschleift. Dadurch konnten weite Teile des ehemaligen Festungsgürtels zu einer durchgehenden Grünanlage umgestaltet werden, dem Inneren Grüngürtel.

Geplant war die Neustadt überwiegend als Wohnviertel für die gutbürgerliche
und gehobenere Bevölkerung. Der Trend der wohlhabenderen Bürger, sich am Stadtrand freistehende Villen mit umgebenden Gärten zu bauen, kam erst etwa zwei Jahrzehnte später auf. Im westlichen Teil der Ringe, also dem Bereich zwischen Friesenplatz und Barbarossaplatz, wurden auch repräsentative öffentliche Gebäude errichtet, so etwa das im Krieg zerstörte Opernhaus am Rudolfplatz. Insgesamt währte die Bauzeit der Neustadt bis in die 1920er Jahre, wobei der größte Teil bis etwa 1910 fertig gestellt war.

Gemäß dem Charakter des ganzen Bauprojekts wurden von den beiden großen Konfessionen entsprechende Kirchengebäude gebaut. Oft entstanden diese an städtebaulich herausgehobenen Plätzen. Das nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs und dem oft hektischen Wiederaufbau am besten erhaltene Beispiel im Stadtteil ist die katholische Pfarrkirche St. Paul, welche 1908 fertig gestellt wurde. Auch die jüdische Gemeinde errichtete an der Roonstraße eine große Synagoge, welche zusammen mit den anderen Kölner Synagogen 1938 zerstört wurde, aber als einzige wieder aufgebaut wurde.

Veedel

Wie in Köln so häufig der Fall, unterteilt sich auch der Stadtteil Neustadt-Süd in einzelne Viertel, vom Kölner als "Veedel" bezeichnet:

    * Südstadt
    * Volksgarten
    * Kwartier Lateng
    * Aachener Straße und Belgisches Viertel

Altstadt-Süd

Der Stadtteil Altstadt-Süd gehört zum Stadtbezirk Innenstadt. Er umfasst die südlichen Teile der historischen Stadtmitte, welche bis zum Jahre 1881 durch die mittelalterliche Stadtmauer begrenzt waren. Innerhalb des Stadtteils ist von dieser Stadtmauer neben dem Hahnentor, der Ulrepforte, der Severinstorburg und dem Bayenturm auch ein etwa 100 Meter langes Teilstück mit zwei Wachtürmen am Sachsenring erhalten.

    * Fläche: 2,36 km²
    * Einwohner: 27.071 (31. Dez. 2008)
    * Bevölkerungsdichte: 11.471 Einwohner/km²
    * Postleitzahlen: 50667, 50676, 50678

Geschichte

Die Entwicklung der verwaltungsmäßig getrennten Stadtteile Altstadt-Süd und Altstadt-Nord spiegelt das Wachstum des Stadtgebietes von Köln zwischen der Gründung als Colonia Claudia Ara Agrippinensium im Jahre 50 n. Chr bis zur dritten mittelalterlichen Stadterweiterung von 1180 bis 1259 wider. Durch die dichte Bebauung und wegen der engen Begrenzung durch die Stadtmauer
waren im 19. Jahrhundert keine großen Flächen für Industrieansiedlungen vorhanden, sodass die Unternehmer ihre Fabriken in den Vororten außerhalb des Stadtgebietes bauten. Die einzige Ausnahme stellte die inzwischen abgerissene Schokoladen- und Automatenfabrik der Gebrüder Stollwerck im Severinsviertel dar.

Veedel

Genau wie im Falle der südlichen Neustadt ist auch das Gebiet der gesamten Altstadt in Veedel unterteilt. Viele Viertel wurden in den 1960er-Jahren durch den noch heute umstrittenen Bau der vier- bis sechsspurigen Nord-Süd-Fahrt voneinander getrennt.

    * Neumarkt und Cäcilienviertel
    * Mauritiusviertel
    * Georgsviertel
    * Kapitol-Viertel
    * Pantaleonsviertel
    * Severinsviertel
    * Rheinauhafen

Dieser Artikel basiert auf den Artikeln Köln Altstadt-Süd und Köln Neustadt-Süd aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Quelle: www.bilderbuch-koeln.de


 
 
nach oben ^

Suche